Fünf Jahre nach der Flut: Gedenkstunde im Landtag

15.07.2026

Am 14. Juli 2026 haben Landtag und Landesregierung gemeinsam der Opfer der verheerenden Hochwasserkatastrophe von 2021 gedacht. Fünf Jahre nach der Flut kamen Angehörige, Helferinnen und Helfer sowie Vertreterinnen und Vertreter der betroffenen Regionen im Plenarsaal zusammen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Hendrik Wüst und Landtagspräsiden André Kuper sprachen Gedenkworte.

Die Bilder von den Naturgewalten sind bis heute tief im Gedächtnis unseres Landes verankert. 49 Menschen starben allein in Nordrhein-Westfalen – manche beim Versuch, anderen zu helfen. Unzählige Familien erlitten Schäden an Häusern, Wohnungen, Autos, Einrichtungsgegenständen und mehr. Straßen, Brücken und ganze Ortskerne wurden innerhalb weniger Stunden schwer beschädigt oder zerstört. Auch Alt Erkrath, Gruiten oder Hilden wurden getroffen. Die Bilder von damals sind mir persönlich noch gut in Erinnerung.

Die Gedenkstunde war ein Moment des Innehaltens und Erinnerns. Gemeinsam haben wir der Opfer gedacht und unser Mitgefühl mit ihren Angehörigen zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig galt unser großer Dank den vielen Einsatzkräften und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in den schwersten Stunden zur Stelle waren und den Wiederaufbau bis heute begleiten.
Aus der Katastrophe wurden auch Lehren gezogen. Seit 2021 hat das Land Nordrhein-Westfalen rund 500 Mio. Euro für den Hochwasserschutz zur Verfügung gestellt. Damit wurden ca. 600 Projekte gefördert, wie z.B. Deichsanierungen, Rückhaltebecken und die Erstellung von Starkregenmanagementkonzepten. Für den Wiederaufbau wurden 4,7 Milliarden Euro bewilligt.

In Zeiten des Klimawandels müssen wir uns vorbereiten, damit sich eine Tragödie wie vor fünf Jahren nicht wiederholt. Das sind wir den Menschen, die alles verloren haben, schuldig.

© Foto: CDU Landtagsfraktion NRW / Ralph Sondermann [A]