Im Gespräch mit jungen Menschen: Wie sichern wir unsere Industrie?

10.06.2026

Bei einer Diskussion mit der EF-Jahrgangsstufe der Ulla-Hahn-Gesamtschule ging es um zahlreiche politische und wirtschaftliche Fragen. Besonders intensiv sprachen wir über die Sorge vieler Schülerinnen und Schüler, dass Industrieunternehmen ihre Produktion zunehmend aus Deutschland verlagern könnten.

Dabei wurde u.a. auch kontrovers diskutiert, wie hoch Unternehmen besteuert werden sollten. Selbstverständlich müssen wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen ihren Beitrag zur Finanzierung unseres Gemeinwesens leisten. Gleichzeitig dürfen wir nicht ausblenden, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb um Investitionen, Arbeitsplätze und neue Produktionsstandorte steht.

Sind Steuern, Energiepreise, bürokratische Vorgaben und Genehmigungsverfahren dauerhaft deutlich belastender als in anderen Ländern, investieren Unternehmen zunehmend an anderen Standorten. Die Folgen treffen am Ende nicht nur die Eigentümer eines Unternehmens. Sie betreffen Beschäftigte, Familien, Zulieferbetriebe, Kommunen und unsere sozialen Sicherungssysteme. Gerade für die junge Generation ist wichtig, dass sie nach ihrem Schulabschluss gute Ausbildungs- und Jobperspektiven hat.
Die Schülerinnen und Schüler haben kritisch nachgefragt und ihre eigenen Positionen eingebracht. Genau solche Gespräche sind wichtig. Demokratie lebt davon, dass junge Menschen politische Entscheidungen hinterfragen, unterschiedliche Argumente abwägen und sich eine eigene Meinung bilden.